34 kompakt Januar 2019 TENDENZEN STRUKTURWANDEL Fördern und forder DORT WO BRAUNKOHLE GEFÖRDERT Wertschöpfung in Milliardenhöhe generiert und gute Arbeit geleistet wird sind auf lange Sicht neue Konzepte gefordert damit Reviere und Bergleute eine gute Zukunft haben Eine Studie der IG BCE Stiftung Arbeit und Umwelt zeigt Sonderfördergebiete könnten helfen Industrie und gute Jobs in den Regionen zu sichern D as Ende der Braunkohleverstro mung ist politisch gewollt Ent sprechend muss es in der Verant wortung der Politik liegen auch künftig eine stabile und bezahlbare Stromver sorgung sicherzustellen die betroffenen Reviere in eine tragfähige ökonomische Zukunft zu führen und gute Perspekti ven für Zehntausende Braunkohlekum pel zu schaffen Kosten und Zeitrahmen für ein erfolgreiches Management des Strukturwandels im Lausitzer Mittel deutschen und Rheinischen Revier er reichen selbst bei vorsichtigen Schät zungen enorme Dimensionen Ein Pro jekt das nach Expertenmeinung min destens im deutlich zweistelligen Milli ardenbereich angesiedelt ist und in einem Zeithorizont von mehreren Jahr zehnten gedacht und geplant werden muss Die Zeit ist knapp selbst wenn ein Ausstiegsdatum in den 2040er Jah ren beschlossen werden sollte UM DEN WANDEL ohne Strukturbrüche zu meistern sind Tempo und langer Atem erforderlich und die richtigen Instru mente Eines davon beleuchtet eine aktu elle Studie der IG BCE Stiftung Arbeit und Umwelt die Ausgestaltung der Braunkohlereviere als Sonderfördergebie te Weil absehbar ist dass durch das Her unterfahren der Kohleverstromung signi fikante Einbußen entstehen werden allein in der Lausitz beträgt die jährliche Wert schöpfung durch die Braunkohleförde rung und verstromung mehr als 1 5 Mil liarden Euro müssen die industrie politischen und infrastrukturellen Rah menbedingungen in den betroffenen Regionen derart attraktiv gestaltet wer den dass sich neue Industrien mit guten Arbeitsplätzen bevorzugt in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen niederlassen Es gibt gute Gründe anzunehmen dass für wirklich nachhaltige Effekte stärkere Impulse notwendig sind als tra ditionelle Maßnahmen wie Infrastruk turverbesserungen die Ansiedlung von Behörden oder Existenzgründungsförde rung sagt Kajsa Borgnäs Geschäftsfüh rerin der Stiftung Arbeit und Umwelt Hier kommen die Sonderfördergebiete ins Spiel die weitreichendere Möglich keiten bietet Anreize zu setzen und wirt schaftliche Entwicklungen zu steuern Wesentliche Hemmnisse für Investo ren und Unternehmensansiedlungen sind langwierige und komplizierte Ge Abenddämmerung in den Braunkohlerevieren hier in der Lausitz Nun sind Konzepte für eine sichere Zukunft gefragt

Vorschau IG BCE Kompakt 1/2019 Seite 50
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